ortstermin_aufbruch

Eine Gruppe unentwegter StreiterInnen für den Lebensraum Birkenstraße machte sich am Samstagvormittag des 20.02.2016 von NORD gen SÜD auf, um dort sich ein Bild von den vorgenommenen Maßnahmen im Zuge des Straßenneubaus zu machen. Günter Feldmann, kundiger Sprecher der BI Süd und betroffener Anlieger im Bauabschnitt 1, hatte in der vergangenen Woche die Aktivitäten der hiesigen Landschaftsbaufirma aufmerksam verfolgt und dokumentiert. Er konnte somit sehr aufschlußreich über die Aktionen der Mitarbeiter berichten. Der Firma muß zugute gehalten werden, daß sie – was in WOL sehr selten bei kommunalen Aufträge ist – auskunftsfreudig war. Bemerkenswert ist der „weite“ Abstand der Birkenwurzeln zu der Straßenkante im vorderen Teil der Birkenstraße (Jägerweg- Richtung Lindenstraße). Das läßt hoffen, doch machte Feldmann klar, daß es, je weiter es in Richtung Lindenstraße geht, problematischer wird.

Im Gegensatz zum Baumgutachten der BI vom Januar 2015 sind doch mehr Bäume gefällt worden. Zu den bereits gefällten 4 Bäumen sollen noch 4-5 hinzukommen. Der Ortstermin bestätigte beim Blick nach oben, daß baumpflegerische Maßnahmen in der Vergangenheit nachlässig und planlos vorgenommen wurden. Von Pflege des Lichtraumprofils und der Baumkronen in der Vergangenheit kann keine Rede sein. Daß diese Vernachlässigung jetzt ein Fällkriterium ist, tut weh!

Mit Spannung wird erwartet, wie die Verwaltung und das beauftragte Straßenbauunternehmen die Straßenführung vornehmen werden, um laut eigenem Bekunden die Bäume zu schützen. Nach wie vor herrscht Unverständnis bei den BI-Mitgliedern darüber, daß die Birkenstraße zu einer Versuchsstrecke für den Einsatz von Flüssigboden werden soll. Die BI bemängelt, daß der Nachweis des erprobten Einsatzes von Flüssigboden im Straßenbau und der Nachweis über die dafür vorhandene Erfahrung bislang immer noch nicht vorgelegt worden ist.

Fazit des zweistündigen Spaziergangs: Freude darüber, daß die Birken noch stehen und der Alleencharakter noch gewahrt ist! Skepsis, ob die Realität des Straßenbaus sensibel genug auf die Herausforderungen reagieren wird!